Diakonie – gelebte Nächstenliebe

Hilfe für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind

Die Diakonie ist der soziale Dienst der evangelischen Kirchen. Wir setzen uns für Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft stehen, die Hilfe brauchen oder benachteiligt sind. Kurz: Wir wollen den Menschen dienen – diakonia ist Altgriechisch und bedeutet Dienst, diakonos heißt dienen. Damit wir vielen helfen können, brauchen wir die Hilfe vieler.

Regelmäßig gibt es in unseren Kirchen Kollekten für unsere Projekte, seit der Pandemie auch digital – und dazu kommt unsere jährliche Sommersammlung. Wir stellen Ihnen unsere Projekte und Ihre Möglichkeiten zu helfen an dieser Stelle vor. Und wir bitten Sie herzlich, auch den digitalen Klingelbeutel zu nutzen, falls eine analoge Spende nicht möglich ist.

Eine Folge der Corona-Krise war nicht nur, dass in den Kirchen keine Gottesdienste abgehalten werden konnten, sondern dass es infolgedessen natürlich auch keine Kollekten mehr gab. Während der Pandemie gingen den Hilfsprojekten der rheinischen Kirche jeden Sonntag 50.000 bis 70.000 Euro verloren, weil es keine Gottesdienste gab. Immer noch sind vielerorts nur eingeschränkte Gottesdienste möglich. Das trifft unmittelbar die Ärmsten der Armen in unserer Welt. Menschen und Institutionen, für die es keine Corona-Ausfall-Mittel gibt, die keine Anträge auf Hilfsgelder stellen können.

Ihre Hilfe kommt an! Projekte ganz gezielt fördern.

Viele von uns unterstützte Projekte sind Ihnen als Gemeindemitglied seit Jahren bekannt. Wir haben als Presbyterium vor langer Zeit entschieden, dass wir zuverlässiger langjähriger Partner für ein knappes Dutzend Projekte sein wollen und würden sehr gerne am Ende des Jahres unsere vorgenommenen Ziele erreicht haben. Helfen Sie uns, dass wir uns auch in Krisenzeiten als zuverlässiger Partner für unsere Projekte erweisen.

Wo wollen Sie helfen? Dies sind die Projekte, die die Evangelische Kirchengemeinde Waldniel unterstützt:

  • Die Kollekte wird zur einen Hälfte dem Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam retten zufließen, das ein Schiff zur Seenotrettung bereitstellen will (#wirschickeneinschiff), mit der anderen Hälfte sollen in Griechenland folgende Projekte unterstützt werden:
  • Die Oekumenische Werkstatt für Flüchtlinge NAOMI. Sie leistet in Thessaloniki Nothilfen für besondere Schutzbedürftige: kurzfristige Unterkünfte bei Obdachlosigkeit, medizinische Versorgung und Medikamente, Therapie für Behinderte und Traumatisierte und Auslagen für das tägliche Überleben.
  • Die Flüchtlingsarbeit der Griechisch Evangelischen Kirche, insbesondere der Kirchengemeinde in Katerini.
  • Die deutsch-griechische Menschenrechtsorganisation Equal Rights Beyond Borders. Sie unterstützt Schutzsuchende auf den Inseln in der griechischen Ägäis und auf dem griechischen Festland. Besonderer Schwerpunkt ist dabei die rechtliche Beratung in Familienzusammenführungsfällen.
  • Die Organisation Refugee Support Aegean. Gemeinsam mit ProAsyl deckt sie Missstände auf, unterstützt durch Nothilfe und leistet Rechtsberatung für Geflüchtete.

Das Projekt der Kindernothilfe „Förderung der frühkindlichen Entwicklung in Tiquipaya in Bolivien“ ist ein sogenanntes 1+3=4-Projekt bei dem die Kindernothilfe  ein Viertel der Projektkosten trägt und die Bundesregierung die anderen drei Viertel dazu gibt. Mit diesem Projekt will man den vier größten Problemen der gesunden Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern begegnen. Fehlernährung von Mutter und Kind soll vermieden werden. Der Mangel an Fähigkeiten und Möglichkeiten der Familien, eine stabile vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, die Sprachentwicklung altersgerecht voranzubringen und ihr Kleinkind auf dem Weg, die Welt zu entdecken und selbständig zu werden, zu unterstützen und aktiv zu begleiten soll durch intensive Begleitung verringert werden.

Der Förderverein unterhält eine Bücherei, in der alle regionalen Schulen kostenlos Materialien in Klassensätzen ausleihen können, die in den örtlichen Schulen fehlen. Außerdem ist die Bücherei offen für jeden und in den Schulferien bietet der Förderverein besondere Angebote an. Der Förderverein hat inzwischen 6 Angestellte und in den Ferien werden von fast 70 Kindern Ferienangebote gern angenommen. Helfer/-innen und Praktikanten/-innen sind immer willkommen.

Aus Kenia haben wir folgende Nachricht erhalten:

„…ab März 2020 wurden alle Schulen einschließlich der Bücherei für den Rest des Jahres geschlossen. Die Löhne wurden aber weiterhin bezahlt, da sonst kein Familieneinkommen mehr vorhanden war. Ab Januar 2021 gab es einige Lockerungen unter strengen Hygienemaßnahmen. Auch die Bücherei musste Vorkehrungen treffen. Fieber messen am Eingang, Hände waschen mit Seite, Hände desinfizieren, Abstand halten, Masken zur Verfügung stellen. So kamen meist die älteren Schüler, um zu lernen. Die Familien der Angestellten werden zusätzlich mit Geld unterstützt, da die Lebensmittelpreise explodiert sind. Alle Angestellten haben einen Bonus bekommen, wenn sie sich haben impfen lassen ….“

Gerade in dieser schwierigen Zeit möchten wir als zuverlässiger Partner weiterhin unterstützen.

Das Frauenhaus in Viersen bietet Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt bedroht sind eine Zufluchtsstätte. Da das Frauenhaus sich aus Spenden finanzieren muss, fehlt es oft am Nötigsten und das Haus ist dankbar für jede Unterstützung, die den Frauen und Kindern zu Gute kommt. Unsere Kollekten sollen unter anderem dafür verwendet werden, einen kleinen Spielplatz auf dem Außengelände mit einer Wasserspielecke neu einzurichten. Zusätzlich soll eine Sitzecke für die Mütter für gemeinsame Gespräche, zum Austausch dort aufgestellt werden.

Ein ganz besonderes Kleinod und älter als unsere Kirche in Waldniel ist der Friedhof unserer Gemeinde auf dem Häsenberg. Er besteht (nach der Überlieferung) seit etwa 1650 und ist wesentlicher Teil der Identität unserer Gemeinde. Menschen begegnen sich, kommen ins Gespräch, gedenken ihrer Angehörigen und finden Trost oder Ruhe an diesem altehrwürdigen Ort mit seinen zwei alten unter Denkmalschutz stehenden Blutbuchen am Eingang.

Durch die veränderte Bestattungskultur in unserer Gesellschaft ist es für alle Friedhofsträger schwer geworden, die Friedhöfe aus dem Gebührenaufkommen kostendeckend zu unterhalten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Einsatz von Kirchensteuermitteln nicht erlaubt ist. Das Presbyterium will den Friedhof auf jeden Fall erhalten und bittet um Ihre Unterstützung, materiell und ideell.

In langjähriger Partnerschaft verbunden, erhalten die dort wohnenden Jugendlichen ein Geburtstagsgeschenk und ein Gruppengeschenk zu Weihnachten sowie eine Unterstützung bei diversen Aktivitäten. Für die Jungen und Mädchen ist es neben der Freude über die Geschenke eine wichtige Form der Wertschätzung, die Ihnen durch die verlässlichen Besuche entgegengebracht wird. In den vergangenen Jahren haben „unsere Kinder“ während der Sommerferien das Amerner Gemeindezentrum als Anlaufpunkt im Rahmen einer Stadtranderholung auserkoren.

Das Haus muss für den Fortbestand jährlich ca. 100.000,-€ aus Spendenmitteln aufbringen. Unter anderem soll zusätzlich mit den von unserer Gemeinde kollektierten Geldern die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch Kinder eine Begleitung erfahren, deren Angehörige eine schwere Zeit im Hospiz verbringen.

Unsere beiden Patenkinder (Selva Oviya *2004, Indien und Dayana Insani *2003, Philippinen) erhalten durch den monatlichen Patenschaftsbeitrag Unterkunft und Verpflegung im Internat, eine schulische Ausbildung und, wenn sie wollen, im Anschluss auch eine einfache Berufsausbildung, um auf eigenen Füßen stehen zu können.

Die für die Patenkinder vorgesehenen jährlichen Beträge sind seitens der KNH gedeckelt. Darüberhinausgehende Kollekten gehen an Kinder in Projekten der Kindernothilfe, die noch keinen eigenen Paten haben. Auch diese Kinder erhalten Unterkunft und Verpflegung im Internat, eine schulische Ausbildung und, wenn sie wollen, im Anschluss auch eine einfache Berufsausbildung, um auf eigenen Füßen stehen zu können.

Die Kinderspielstadt Danubius ist ein vom Jugendzentrum Seligenstadt ausgerichtetes Bildungsprojekt Bestandteil der Jugendbildungsarbeit in Rumänien. Dahinter steht die Idee, ca. 90 deutschsprachige Kinder im Alter von 8-11 Jahren an das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben heranzuführen, Interesse an politischer Arbeit, ehrenamtlicher Tätigkeit oder an einem bestimmten Berufsfeld zu wecken. Teilnehmer erfahren das Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, bilden sich eine Meinung, lernen sie zu vertreten oder Kompromisse zu schließen und Argumente zu formulieren. Dabei üben sie sich in konstruktiver Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen in Deutsch und Rumänisch.

Im Schulcafè Ess-Ecke der Europaschule werden, unterstützt durch sehr engagierte Eltern, Brötchen, Laugengebäck, Getränke und verschiedene ,,Kleinigkeiten“ sehr günstig angeboten. In einer Gratis-Ecke stehen stets Wasser und versch. Obstsorten zur Verfügung. Die Organisatoren haben festgestellt, dass die Kaufbereitschaft der Schüler wegen fehlender finanzieller Mittel gegen Ende des Monats um ca. 40% zurückgeht. An gut frequentierten Aktionstagen werden jetzt Waffeln, Sandwiches oder Muffins für „kleinstes Geld“ verkauft. Die dadurch entstehende Unterdeckung soll durch unsere Kollekten mit abgefangen werden.

Die Tafeln mit ihren beiden Ausgabestellen in Waldniel und Niederkrüchten-Elmpt geben im Gebiet unserer Kirchengemeinde Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, sich kostenlos mit Lebensmitteln versorgen zu können. Die Lebensmittel werden von örtlichen Supermärkten gespendet, der Unterhalt der Ausgabestelle und der Fahrzeuge muss finanziert werden. Dies betrifft die Schwalmtaler Tafel e.V. und die Tafel Niederkrüchten e.V. gleichermaßen.

In der Regel findet Anfang Juli traditionell die Sommersammlung der Diakonie statt. 40 % des gesammelten Geldes gehen davon ans Diakonische Werk, 25 % an den Evangelischen Kirchenkreis und 35 % an ein von der Kirchengemeinde jedes Jahr neu zu bestimmendes Projekt. Die Sommersammlung 2022 findet statt vom 4. Juni bis zum 25. Juni. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier.

Der digitale Klingelbeutel – online spenden

Sie wollen helfen? Überweisen Sie Ihre Kollekte auf das Konto der

Evangelischen Kirchengemeinde Waldniel
IBAN: DE 49 3506 0190 1010 8430 10
BIC: GENODED1DKD
Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank

Verwendungszweck – bitte unbedingt und zwingend den Begriff: Kollekte für ____ und dann das Projekt aufführen, das Sie unterstützen möchten. Geben Sie dazu die Projektnummer und den Projekttitel an. Kollekten ohne Zweckbestimmung fließen in die Diakoniekasse der Kirchengemeinde.

Sie haben noch Fragen? Dann wenden Sie sich gern an unsere Diakoniekirchmeisterin Ute Schröder.

Ausgangskollekte ebenfalls digital

Die Landeskirche hat ebenfalls für „ihre“ Kollekten den digitalen Klingelbeutel eingerichtet. Wir möchten Sie über diese Möglichkeit in Kenntnis setzen und an Sie appellieren, den digitalen Klingelbeutel zu nutzen. Die Ausgangskollekten der kommenden Wochen und den digitalen Klingelbeutel dazu finden Sie hier. Alle Projekte werden Ihnen genauestens erläutert und Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihre Kollekte zu übermitteln.