Zu Besuch in Lichterfelde vom 6.-9. Juli

begruessungsandacht_in_lichterfelde

Der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg war für alle eine große Herausforderung. Diesen Ort des Terrors zu erleben, Folterwerkzeuge zu sehen, durch Baracken geführt zu werden, die in der Nazizeit für viele Menschen Hölle und Tod bedeuteten, hat alle, Schwalmtaler und Lichterfelder, tief getroffen.gedenkstaette_sachsenhausen Im Konzentrationslager Sachsenhausen wurden Menschen erniedrigt, ihrer Menschenwürde beraubt, einem menschenverachtenden Lagerzwang unterworfen, der für viele den Tod als Ziel hatte. Die Mörder wurden hier ausgebildet, das Morden in den übrigen Konzentrationslagern des Nazi-Reiches wurde hier geplant und überwacht. Der Besuch dieser Gedenkstätte hat sich der Partnergruppe tief eingeprägt.
Zum Mittagessen bot sich der Bauernmarkt im nahegelegenen Schmachtenhagen an. Eine ehemalige LPG war zu einem großen Markt umgebaut worden, auf dem es wie auf einem normalen Wochenmarkt zuging und auch noch Gastronomie geboten wurde.
Für den späten Nachmittag war zu einer Podiumsdiskussion in die Lichterfelder Kirche eingeladen worden. podiumsdiskussionDieser Gesprächsabend zum Thema Antisemitismus und der Staat Israel wurde von Herr Pastor Haberkorn geleitet, Frau Böttger, die Integrationsbeauftragte des Kreises Barnim, Herr Krane, der Israelreferent von Aktion Sühnezeichen und Herr Pongs sprachen zum Thema, in dem deutlich wurde, dass der Staat Israel wie jeder andere Staat auch sehr wohl kritisiert werden darf, dass diese Kritik aber angemessen sein muss und dass sich hinter dieser Kritik nicht eine Form von Antisemitismus verbergen darf. Fast zwei Stunden wurde unter großer Beteiligung engagiert zum Thema diskutiert.
Sonntagmorgen versammelte sich eine große Gemeinde in der Lichterfelder Kirche zum Gottesdienst, der von Pastor Haberkorn gehalten wurde. Das Wort aus Genesis 12 an Abraham: „Mache dich auf in ein Land, das ich dir zeigen werde…. „ bildete den Kern der Predigt. Nach dem Gottesdienst gab es in und vor der Kirche Zeit und Gelegenheit zum Gespräch mit Bekannten.
Die Mittagspause war kurz, denn im Kloster Chorin fand am Nachmittag ein Konzert des Bachorchesters des Gewandhauses Leipzig statt.konzert_in_kloster-chorin Musik von Bach, Händel, Mozart und anderen Komponisten in der Ruine des alten Zisterzienserklosters zusammen mit 2000 Zuhörern zu hören, war ein wunderschönes Erlebnis.
Den Abend verbrachten Gastgeber und Gäste im Gemeindehaus in Altenhof bei einem gemütlichen Zusammensein in bekannter Gastfreundschaft mit einem überreichlich gedeckten Büffet.
Montagmorgen kamen alle noch einmal in der Autobahnkirche in Werbellin zum Reisesegen zusammen. Mit Gesang und Gebet und dem Reisesegen, den Pastor Haberkorn sprach, wurde die Schwalmtaler Gruppe nach Hause verabschiedet.reisesegen_in_der_autobahnkirche_werbellin
Das Schwalmtal erreichten die Reisenden wohlbehalten und mit einer großen Erfahrung reicher, dass sich gute Freunde in der Partnerschaft getroffen und ausgetauscht hatten.

Hans Pongs

 

Wir bedanken uns bei den Organisatoren Karl-Heinz Masuhr und Xaver VetterleMasuhr_und_Vetterle für die hervorragende Vorbereitung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Bilder gibt es hier zu sehen. Weitere Bilder gibt es auf der Homepage von Lichterfelde.
Zeitungsartikel zum Konzert in Chorin

{gallery}images/Lichterfelde/Besuch_2012/Galerie{/gallery}