Wir sind so frei

Festgelegt wurde, dass Kirchengemeinden vor Ort von Presbyterien geleitet werden, die auch ihren Pfarrer selbst wählen können. Die Vertreter der Kirchengemeinden kamen dann zur Provinzial- und schließlich zur Generalsynode zusammen, um sämtliche Angelegenheiten der Kirche zu verhandeln. Bis heute hat man dieses Prinzip beibehalten: Kirchengemeinden werden von einem Presbyterium aus Laien und Theologen geleitet, die in Kirchenkreise zusammengeschlossen und durch die Landeskirche miteinander verbunden sind. Die Mitglieder der Leitungsgremien werden gewählt. In Entscheidungsprozessen wird das Ziel der Einmütigkeit verfolgt, das heißt um innere Gemeinsamkeit wird gerungen.

Presbyterinnen und Presbyter sind zusammen mit allen, die Leitungsverantwortung in die Gemeinde tragen, auf einem gemeinsamen Weg. Die Gemeinden sind selbstständig und doch gebunden an der Gemeinschaft der Gemeinden. Verantwortung beginnt bereits auf der untersten Ebene und setzt sich weiter nach oben fort. Theologen und Laien sind gleichberechtigt und gleichgestellt.Die Wertschätzung von Gläubigen sowie das Freiheitsverständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther ist so in die Ordnung der protestantischen Kirche eingeflossen und von den Gründungsvätern der 1. Reformierten Generalsynode berücksichtigt  worden.

Mit einem umfangreichen Programm lädt die Rheinische Kirche nach Duisburg ein. Neben einem Festgottesdienst, wird es eine Sondersynode und einen Kirchentag mit Konzerten, Events und Informationsständen geben sowie eine Ausstellung im Stadthistorischen Museum, einen wissenschaftlichen Kongress, Preisverleihung und anderes mehr. Außerdem sind besondere Pilgerwege als spirituelle Rundgänge durch die Duisburger Stadt geplant. Aber auch Seminare und Vorträge zum Thema Mitverantwortung und Kompetenz, Bewahrung und Anpassung des Erbes von 1610 können besucht werden.

Weitere Informationen unter: www.wir-sind-so-frei.de