Vorträge über Kamerun

Die Republik Kamerun nennt sich selbst „Afrika im Kleinen“. Das Land mit seiner 400 km langen Atlantikküste ist eine Brücke zwischen West- und Zentralafrika. Kamerun hat alles: schwarze Vulkansandstrände, noch ursprünglichen Regenwald, Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Hochgebirge, Seen, Savanne und Sahelzone.Hier der Strand von Kribi:

 

Strand von Kribi

Der Mount Cameroon:

 

Der Mount Cameroon

Dazu mehr als 200 verschiedene Ethnien und Sprachen. Offiziell spricht man entweder Englisch (20%) oder Französisch (80%). Gut 18 Millionen Menschen leben in Kamerun, 50% sind christlich (halb und halb kath. und ev.) geprägt, 40% gehören Naturreligionen an, 20% sind Moslems. Hexerei und Zauberei sind Phänomene, die landesweit vorkommen.

 

Männer mit Masken bei einer Totengedenkfeier

Anders als im übrigen Afrika ist Kamerun relativ stabil: Es gibt kaum religiöse oder ethnische Konflikte. Ein schlimmes Übel aber ist die Korruption im zwischen Arm und Reich tief gespaltenen Land.

Land der Camarões (Krabben) nannten im 15. Jahrhundert portugiesische Seefahrer und Entdecker Kamerun. Von 1884 bis 1918 nannte das Deutsche Reich die Region „Deutsches Schutzgebiet“ und brachte u. a. Straßen und Schulen nach Kamerun und „deutsche Bananen“ nach Berlin. Ab 1919 stand Kamerun unter Mandat des Völkerbundes und blieb bis zur Unabhängigkeit 1960/61 unter England und Frankreich aufgeteilt. Von Beginn an ist die Republik Kamerun eher eine Fassadendemokratie. Präsident Paul Biya regiert seit 1982 zunehmend selbstherrlich.

 

Arbeit auf einer Teeplantage:

Arbeit auf Teeplantage

Die Reichtümer des Landes wie Holz, Bodenschätze, Öl, Kaffee und Bananen bringen nur wenigen Menschen Gewinn: Über die Hälfte lebt unter der Armutsgrenze. Immerhin haben 79% Lesen und Schreiben gelernt (Mädchen deutlich weniger), aber wer gut ausgebildet ist, sucht eine Chance im Ausland – nicht nur als Fußballer.Hier eine Ingenieurin:

Ingenieurin

In den großen Städten wie der Hauptstadt Yaoundé und der Handelsmetropole Douala, in denen Frauen ihre Produkte als „Bayam-Sellam“ vermarkten und junge Männer mit Mopedtaxis versuchen, Geld zu verdienen, gibt es viel Gewalt und Rechtsunsicherheit.

 

Wasserversorgung auf dem Land

Hirse

Alle Fotos: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.