Kleine Andacht zur Jahreslosung 2012 von Pfarrer Ulland

 

Der Apostel Paulus, von dem der Satz stammt, wurde immer wieder von Schwäche heimgesucht; Krankheiten warfen ihn nieder und machten ihn zuweilen pflegebedürftig. Er wusste also etwas von Schwäche und litt darunter. Aber er fühlte mehr in sich als nur die Schwäche. Denn in seiner Schwäche fühlte er sich geborgen in Gottes Liebe; in der Krankheit hatte er die Zuversicht, dass Gott am Ende alles gut machen werde, selbst wenn der Leib verfällt und das Vertrauen in die eigene Stärke Risse bekommt.

Paulus erlebte, dass seine Hoffnung auf Gott da am größten wurde, wo das Vertrauen in die eigene Stärke am meisten erschüttert war. Paulus, der doch körperlich schwach war, fühlte Gottes Kraft in sich. Der Mensch ist wie eine Schale: auch wenn sie Risse bekommt, kann Gott sie immer mit seiner Kraft füllen, denn diese ist unerschöpflich.

So wünsche ich Ihnen, dass Sie Gott ebenso erfahren wie der Apostel: Meine Kraft ist in den Schachen mächtig. Möge Gottes Kraft Sie erfüllen und Ihnen Geborgenheit schenken alle Tage des neuen Jahres!  Harald Ulland, Pfr

Foto: Grace Winter, pixelio.de