Integrationspreis des Kreises Viersen für Asylkreis der evangelischen Kirche in Schwalmtal

Als Mensch aus seiner Heimat fliehen zu müssen, vertrieben zu werden und in der Fremde Unterschlupf und Hilfe zu suchen, ist ein Schicksal, dass wahrscheinlich so alt ist wie  die Menschheit selber. Der Balkan, Afrika, der nahe und mittlere Osten, dies sind  nur einige Konfliktherde der letzten Wochen, die uns aus den Nachrichten präsent sind. Krieg, Hunger und Vertreibung spülen Menschen aus diesen Gegenden in unsere reiche Gemeinde. Viele Menschen mussten bis hierher  schwere Verfolgungen aushalten oder eine oft monatelange, lebensgefährliche Flucht und sind traumatisiert, erschöpft und auf unsere Unterstützung angewiesen. Seit 1991 hat sich eine Gruppe engagierter Menschen aus der Gemeinde zusammengefunden um hier tatkräftig zu unterstützen. Arztbesuche begleiten, Briefe übersetzen, bei der Beschaffung von  Einrichtungsgegenständen mit helfen oder die Grundbegriffe der deutschen Sprache vermitteln, –  es gibt fast nichts, was hier nicht auf niederschwellige Weise angesprochen und geregelt wird. Eine von uns angebotene Verfahrensberatung schützt die Flüchtlinge zusätzlich vor Formfehlern und eine Benachteiligung durch Informationsmangel. War der Asylkreis der evangelischen Kirchen um das Jahr 2010 auf nur noch drei Unterstützer zusammengeschrumpft, so hat er sich doch, auch durch ein integratives Chorprojekt unter der Leitung von Vera Bühl wieder neu gefunden und ist heute lebendiger denn zuvor.

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Integratives Projekt dank vieler Helfer

Sei es die Fahrradwerkstatt , sei es der wöchentliche Deutschunterricht , der gemeinsame Zoobesuch oder die Vermittlung von Nachhilfe für die Kinder, ein lebendiges Miteinander von mittlerweile knapp 15 Helfern und vielen Unterstützern hat es möglich gemacht, hier ein integratives Projekt entstehen zu lassen . Das zeigte sich zuletzt auch bei unserem Sommerfest, das wir an den Flüchtlingsunterkünften im August veranstaltet haben. Es war schön, so viele lachende Gesichter beieinander zu sehen.

Als nächstes steht der Bau eines Fahrradunterstandes an, sodass die reparierten Räder (aus alt mach neu), die im Fahrradprojekt zusammengeschraubt wurden, auch gut über den Winter kommen. Nächstes Jahr wollen wir einen Film drehen und uns mit der Biografie unserer Menschen am Ort beschäftigen.  Dieses Engagement, und die stetige Weiterentwicklung unserer Arbeit fand nun im Sommer des Jahres ihren Höhepunkt. Der Kreis Viersen hat zum ersten Mal einen Integrationspreis ausgelobt, und wir durften uns über den dritten Platz und 500 € freuen . Damit ist auch für nächstes Jahr das eine oder andere Projekt finanziell möglich geworden. Für uns ist es Ansporn und Auszeichnung zugleich mit unserer Arbeit fortzufahren, diesen Menschen ein Stück Heimat und Sicherheit zurück zu geben.
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Sie möchten den den Asylkreis unterstützen?
Ansprechpartner: Dr. Thomas Nieberding, Telefon: 0 21 63 – 45 04 95